Wieso soll ich mich beteiligen? Was bringt’s?

  • Du verbesserst die Qualität des Studiums 
  • Du lernst interessante neue Leute kennen
  • Du leistest Mitarbeit für die Entwicklung einer Digitalisierungs-Strategie, die unsere universitäre und gesellschaftliche Zukunft gestaltet
  • Du übst Dich in wichtigen sozialen, beruflichen und politischen Kompetenzen
  • Deine Kreativität, kritische Betrachtung und konstruktive Lösungsvorschläge sind gefragt

Wichtiges und dringendes Thema

Der Umgang und die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Digitalisierung wird unsere Zukunft massgeblich bestimmen. In fast allen Aspekten des Lebens ist Digitalisierung bereits da und wird immer wichtiger. Wir können heute bestimmen, wie wir mit der Digitalisierung umgehen wollen, um optimal auf die Zukunft vorbereitet zu sein.

Studentische Perspektive für eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie

Die Universität besteht nicht nur aus den Lehrenden und Forschenden, sondern auch aus den Studierenden. Für eine ganzheitliche, universitäre Digitalisierungsstrategie ist es unentbehrlich, die Studierendenperspektive miteinzubeziehen. Zum einen handelt es sich bei der Digitalisierung um ein Phänomen, zu dem niemand – kein Experte oder Forscher – zuverlässige Prognosen stellen kann. Zum anderen ist deine Generation der “digital natives” viel intensiver und anders vertraut mit dem Thema als die etablierten Forschenden und Lehrenden an der Universität. Deine Stimme ist genau deshalb sehr wichtig!

Deine Meinung ist relevant und gefragt

Im Rahmen einer fakultären Digitalisierungskommission wurde die oben beschriebene Kritik durch den studentischen Vertreter Purav Panchal thematisiert. Darauf ist die philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät mit Wort und Tat eingegangen. Seinem Projekt-Vorschlag, explorative Diskussionsabende unter den Studierenden zu gestalten, wurde hoffnungsvoll zugestimmt. Es wurde ihm ermöglicht, ein Team von weiteren sechs Hilfsassistierenden aus den drei Instituten der Fakultät zusammenzustellen. Gemeinsam gestalten und leiten wir während dem HS2020 regelmässig studentische Diskussionen und fassen die Ergebnisse zusammen. Die Diskussionsergebnisse werden gespannt von der Fakultätsleitung erwartet.  Das ist eine einzigartige Gelegenheit, Deine kritische Analysefähigkeit, Kreativität und konstruktiven Lösungsvorschläge einzubringen. Jede Beteiligung ist gewinnbringend. 

Probelauf für das reale Leben

Sei es beruflich oder privat: Die Fähigkeit, Deinen Standpunkt zu kommunizieren, sowie auf unterschiedliche Meinungen und Perspektiven anderer einzugehen, wird im Verlauf des Lebens immer wichtiger. Du lernst vieles über die Diskussionskultur, die gerade in demokratischen Gesellschaften fundamental ist.

 Im Rahmen unserer Diskussionsrunden übst Du zudem: 

  • Gemeinsamkeiten zu suchen und mögliche Spannungsfelder zu entdecken
  • Neue Lösungsansätze für Konflikte zu erarbeiten und zu testen
  • Eigenen Horizont zu erweitern und sich konstruktiv in der Gesellschaft einbringen

Netzwerk an der Uni erweitern

Vielen Studierenden ist längst klar: eines der wichtigsten Elemente einer universitären Ausbildung ist das Knüpfen neuer Kontakte und die Erweiterung des persönlichen Netzwerks. Das gestaltet nicht nur das Privatleben während dem Studium farbiger, sondern ist auch für das spätere Berufsleben oft erfolgsentscheidend. Durch die Teilnahme an unseren Diskussionsabenden lernst Du interessante und neue Mitstudierende kennen. Die Teilnehmenden demonstrieren einen breiteren Horizont, Interesse an sinnvoller Mitgestaltung des Lebens und denkende Persönlichkeiten.

Die wissenschaftliche Kultur an der Uni mitgestalten

Viele Studienanfänger*innen sind anfangs verunsichert an der Uni. Sie haben das Gefühl Ältersemestrige wissen es besser und sie, als Anfänger*innen, hätten sowieso nichts zu sagen. Mit fortschreitendem Studium bestätigt sich diese bequeme Schweigekultur, da man so erfolgreich durchs Studium gekommen ist. Diese Schweigekultur schwächt die Qualität der Lehre an der Uni enorm. Zahlreiche Profs wollen eine konstruktive Interaktion mit den Studis, diese verweilen jedoch in “Passivität”. Ein Studium stellt idealerweise einen Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden dar. Oft übernehmen wir unbewusst die etablierten kulturellen Gewohnheiten unserer Gesellschaft und dabei wird dieses kritische Hinterfragen verlernt. Doch gerade kritische Reflexion und Kreativität sind für Studium und Forschung von höchster Bedeutung – genau darin wären junge Menschen besonders begabt. Diejenigen Profs, die sich eine interaktive Studienkultur wünschen, wären sehr froh, wenn seitens der Studierenden mehr Enthusiasmus und Interesse zum Ausdruck kommen würde. Gemäss vielen Forschungsergebnissen und Bildungsforschenden ist das wichtigste im Studium, nicht Vermittlung von blossem Wissen, sondern die Fähigkeit zur kritischen Analyse und Innovation (z.B. Prof. Michael Kerres, Prof. Georg Müller-Christ u.v.m.) Insbesondere im Kontext der Innovationsforschung wird immer klarer, wie wichtig eine positive Fehlerkultur ist sodass neuartiges Denken gefördert und gelebt werden kann.